Kategorie: Marke & Strategie

  • Markentransformation im Mittelstand: Von Positionierung zu Designsystem und Roll-out

    Markentransformation im Mittelstand: Von Positionierung zu Designsystem und Roll-out

    Markentransformation ist kein „neues Logo“. Es ist ein Systemwechsel: weg von Einzelmaßnahmen und Bauchgefühl – hin zu einer Marke, die Orientierung gibt, wiedererkennbar bleibt und in der Umsetzung nicht auseinanderfällt. Gerade im Mittelstand passiert Veränderung oft unter Volllast: neue Produkte, neue Teams, neue Märkte, neue Kanäle. Wenn die Marke dabei nicht mitwächst, wird sie unklar – und Unternehmen wirken trotz starker Leistung austauschbar.

    Die gute Nachricht: Transformation muss nicht groß, laut oder monatelang chaotisch sein. Mit einem klaren Vorgehen entsteht Schritt für Schritt ein Markensystem, das Konsistenz ermöglicht und Entscheidungen leichter macht – intern wie extern.

    Woran man erkennt, dass Markentransformation nötig ist

    Viele Unternehmen merken es zuerst nicht an der Marke, sondern an den Symptomen:

    • Kommunikation wirkt je nach Kanal oder Abteilung unterschiedlich.
    • Vertrieb, HR und Marketing erzählen nicht die gleiche Geschichte.
    • Rebranding-Versuche enden in Schleifen, weil niemand weiß, „was richtig ist“.
    • Neue Maßnahmen fühlen sich jedes Mal wie ein Neustart an.
    • Die Website erklärt viel – aber macht nicht klar, warum genau dieses Unternehmen relevant ist.

    Markentransformation setzt nicht am „Look“ an, sondern an der Klarheit: Wofür steht das Unternehmen, und wie wird das konsequent sichtbar – über alle Touchpoints hinweg?

    Das 7-Schritte-Modell: Von Klarheit zu Skalierung

    1) Positionierung: Der Kern, der Entscheidungen erleichtert

    Transformation beginnt mit Schärfe. Positionierung heißt nicht, ein schönes Statement zu schreiben, sondern ein eindeutiges Versprechen zu definieren: Wofür steht das Unternehmen, für wen ist es relevant, und worin liegt der Unterschied?
    Wenn dieser Kern fehlt, entstehen später endlose Diskussionen über Design, Ton und Inhalte – weil die Leitplanke fehlt, an der man Entscheidungen ausrichten kann.

    2) Botschaften & Tonalität: Eine Sprache, die wiedererkennbar bleibt

    Sobald der Kern klar ist, wird er übersetzt: in Kernbotschaften, Argumentationslinien und eine Tonalität, die zum Unternehmen passt. Das Ziel ist nicht „kreativer Text“, sondern ein konsistentes Vokabular, das Teams sicher anwenden können.
    Gerade im Mittelstand ist das ein Hebel: Wenn die Sprache klar ist, werden Angebote, Präsentationen und Website-Inhalte schneller, passender und überzeugender.

    3) Visuelle Identität: Nicht „ein Look“, sondern ein System

    Ein Markenauftritt muss heute mehr können als gut aussehen. Er muss sich über Formate, Kanäle und Teams hinweg tragen – ohne jedes Mal neu erfunden zu werden.
    Darum entsteht in diesem Schritt eine visuelle Identität, die klar, wiedererkennbar und skalierbar ist: Typografie, Farbwelt, Bildsprache, Gestaltungselemente, Prinzipien für Layout und Variantenbildung.

    4) Touchpoints: Marke wird in Momenten entschieden

    Marken sind keine Logos. Marken sind Momente. Und oft entscheidet nicht der große Claim, sondern das Dazwischen: der erste Klick, der erste Satz, die erste Orientierung.
    In der Transformation werden zentrale Touchpoints entlang der Journey so gestaltet, dass sie Vertrauen aufbauen, Reibung reduzieren und den nächsten Schritt logisch machen: Website, Landingpages, Präsentationen, Sales-Unterlagen, Social Formate, Recruiting, Messe, Kommunikation im Alltag.

    5) Designsystem & Guidelines: Damit Marke nicht „zerfasert“

    Hier wird der Unterschied zwischen „Rebranding“ und Transformation sichtbar. Ein Designsystem übersetzt Gestaltung in Anwendbarkeit: Regeln, Komponenten, Templates, Beispiele – so, dass Teams schnell arbeiten können, ohne die Marke zu verwässern.
    Das ist der Punkt, an dem Marke im Alltag wirklich „mitläuft“: weniger Sonderfälle, weniger Diskussionen, weniger Zeitverlust.

    6) Roll-out: Sauber ausrollen statt hektisch verteilen

    Roll-out ist nicht „alles gleichzeitig neu“. Roll-out ist Priorisierung. Welche Touchpoints bringen den größten Hebel? Was muss zum Launch fertig sein? Was kann in Wellen nachgezogen werden?
    Ein gutes Roll-out-Konzept sorgt dafür, dass Veränderung nicht überfordert, sondern kontrolliert Wirkung entfaltet – intern wie extern.

    7) Steuerung: Marke bleibt stabil, auch wenn sich alles verändert

    Transformation ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Rahmen, der mitwächst. Steuerung bedeutet: klare Verantwortlichkeiten, eine leichte Governance, regelmäßige Checks und ein gemeinsames Verständnis, wann etwas „markenkonform“ ist.
    So bleibt die Marke stabil – auch bei Teamwechseln, neuen Kanälen oder externen Partnern.

    Was am Ende wirklich zählt: Orientierung, Vertrauen, Wachstum

    Am Ende geht es nicht darum, dass alles „neu“ ist. Es geht darum, dass die Marke klarer ist. Klarheit schafft Orientierung – für den Markt und für die eigenen Teams.
    Daraus entsteht Vertrauen, weil Kommunikation konsistent wirkt und Versprechen nachvollziehbar bleiben. Und aus Vertrauen entsteht Wachstum: bessere Anfragen, stabilere Wahrnehmung, leichtere Entscheidungen in Kommunikation und Marketing.

    Markentransformation ist damit kein „Designprojekt“, sondern ein Business-Thema: Sie reduziert Reibung, erhöht Wiedererkennung und macht Wirkung planbarer.

    Typische Fehler – und wie man sie vermeidet

    Fehler 1: Start mit Design statt mit Klarheit.
    Wenn Positionierung und Botschaften nicht stehen, wird das Design zur Geschmacksdiskussion. Gegenmaßnahme: Erst Kern und Tonalität klären, dann sichtbar machen.

    Fehler 2: Alles auf einmal – ohne Prioritäten.
    Ein Big-Bang-Roll-out überfordert Teams und frisst Budget. Gegenmaßnahme: Roll-out in Wellen planen (High-Impact zuerst).

    Fehler 3: „Guidelines“ als PDF, das niemand nutzt.
    Wenn Regeln nicht alltagstauglich sind, entstehen sofort Sonderfälle. Gegenmaßnahme: Templates, Komponenten, Beispiele – so, dass Teams direkt loslegen können.

    Fehler 4: Transformation als Marketingprojekt – ohne internes Commitment.
    Wenn Vertrieb, HR oder Geschäftsführung nicht eingebunden sind, bleibt die Marke Fassade. Gegenmaßnahme: kollaborativ arbeiten, Entscheidungen früh klären, Leitplanken gemeinsam tragen.

    Fehler 5: Kein System für Weiterentwicklung.
    Ohne Steuerung driftet die Marke über Monate wieder auseinander. Gegenmaßnahme: leichte Governance, klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Checks.

    CTA: QuickCheck „Marke & System“

    Wenn ihr das Gefühl habt, dass eure Marke „mitwächst“, aber nicht konsistent bleibt: Ein kurzer QuickCheck bringt Klarheit. In 15–30 Minuten wird sichtbar, wo genau die Reibung entsteht (Positionierung, Botschaften, Designsystem, Touchpoints oder Roll-out) – und welche Schritte den größten Hebel haben.

  • Die Macht des Designs in der Markenkommunikation

    Die Macht des Designs in der Markenkommunikation

    Markenbildung

    Design ist mehr als nur Ästhetik: Es ist das Herzstück jeder Marke. In einem pulsierenden Marktdschungel, in dem Marken im Sekundentakt um die Gunst der Konsumenten wetteifern, kann ein durchdachtes Design den entscheidenden Funken setzen, der eine Marke von der Masse abhebt. Doch wie schafft es Design, eine Marke zu formen und unverwechselbar zu machen?


    Die stille Kraft hinter jeder Marke: Das Design

    Heutzutage ist ein gutes Design nicht mehr nur „nett zu haben“, sondern absolut essenziell. Wiedererkennungswert durch einzigartiges Design gibt Marken ein Gesicht, eine Identität und eine Stimme in einem überfüllten Markt. Über den bloßen visuellen Aspekt hinaus beeinflusst es, wie Kunden eine Marke wahrnehmen, sie erkennen und wie sie mit ihr interagieren. Und ob sie in den Köpfen bleibt.

    ≈ Kreishandwerkerschaft


    Design als Markenbotschafter

    Eine konsequente und durchdachte Designstrategie ist also der Schlüssel zum Erfolg einer Marke. Von Logo bis zur Website erzählt jedes Element eine Geschichte und verstärkt die Markenbotschaft. So wird Wiedererkennungswert beim Kunden geschaffen und die Kaufentscheidung für eine Marke deutlich wahrscheinlicher.

    Unsere Agentur SILBERWEISS hat zahlreiche Marken durch gezieltes Design erfolgreich positioniert. Ob Neugestaltung oder Auffrischung bestehender Designs – wir verstehen es, den Kern einer Marke visuell zu übersetzen und damit Markenerlebnisse zu schaffen. Unsere umgesetzten Projekte sind hier zu finden.


    Trends 2024: Design im Wandel

    Im Designjahr 2024 verschmelzen Technologie und Kreativität zu beeindruckenden visuellen Trends: Ein fortschrittlicher Minimalismus betont den harmonischen Einsatz von Weißraum und gedeckten Farbschemata, während hyper-realistische Illustrationen die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lassen. Marken nutzen Augmented Reality und Künstliche Intelligenz, um interaktive Erlebnisse zu schaffen, und lassen Text durch kinetische Typografie zum Leben erwecken. Fakt ist: Diese Trends werden die Art und Weise, wie Marken mit ihrem Publikum interagieren und wie das Publikum Marken wahrnimmt, erheblich beeinflussen.

    Mockup ADU


    Fazit:

    In der Markenbildung ist Design nicht nur ein Werkzeug, sondern vielmehr ein entscheidender Faktor. Es formt, definiert und positioniert Marken in den Köpfen der Konsumenten. In einer sich ständig verändernden Designlandschaft ist es essenziell, die richtigen visuellen Entscheidungen zu treffen, um nachhaltigen Markenerfolg zu sichern. Und dabei den richtigen Partner als Unterstützung an der Seite zu wissen.

  • Markentransparenz: So bleiben Kund*innen deinem Unternehmen treu

    Markentransparenz: So bleiben Kund*innen deinem Unternehmen treu

    Storytelling

    Fakt ist, die Business-to-Consumer Beziehungen haben sich verändert. Aber wie?

     

    Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass die Pole Position neu besetzt wurde. Kund*innen geben jetzt den Ton an, und nicht mehr Unternehmen.

    Grund dafür: Die Auswahl wird immer größer, die Konkurrenz für Marken steigt.

    Bei schlechten Erfahrungen oder Unzufriedenheit zögern Kund*innen nicht mehr lang und wechseln schneller zu anderen Unternehmen, die ähnliche Produkte oder Services anbieten.
    Das macht es vielen Unternehmen nicht leicht, Kundentreue zu gewinnen und langfristige Beziehungen aufzubauen.

    Die Lösung für euch: Vertrauen durch Transparenz.

    Was das genau bedeutet und wie ihr damit eure Kund*innen nachhaltig an eure Marke bindet, erklären wir jetzt.


    Das Potenzial von transparenten Marken

    Die Mehrheit der Kundschaft legt großen Wert auf Authentizität, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit. Offen kommunizierende Unternehmen werden favorisiert, zweite Chancen bei Missverständnissen oder Unzufriedenheit werden deutlich wahrscheinlicher bei transparentem Auftreten.

    Versteckte Aufpreise, nicht kommunizierte Produktdetails oder offensichtlich erfundene Kundenerfahrungen auf der Firmenwebsite führen also langfristig nicht an das Ziel, den Verkauf zu steigern und das Vertrauen aufzubauen.

    Das Wirtschaftsmagazin inc. veröffentlicht:

    94% der Konsument*innen neigen eher dazu, einer Marke treu zu bleiben, wenn sie sich vollständig transparent zeigt.


    Was Transparenz für euer Business bedeutet

    Offene und ehrliche Kommunikation macht transparent. Das bezieht sich aber nicht nur auf Gespräche und Verträge mit Kund*innen, sondern schon auf den Step davor: Interesse wecken durch Online Performance, Website, Social Media Profile, Advertising.

    Eure Marke ist dann für eure potenziellen Kund*innen transparent und vertrauenswürdig, wenn…

    ihr eure Arbeitsprozesse offen legt,
    die Produktion von Produkten erläutert,
    die Zusammensetzung eurer Preise für Kund*innen nachvollziehbar ist,
    die Werte der Marke klar kommuniziert werden oder
    ihr bereit seid, Fehler anzuerkennen, und offen für Feedback seid.

    Auch die echten Bewertungen von Kund*innen beeinflussen die Kaufentscheidungen mehr und mehr. Durch Markentransparenz können besonders positive Bewertungen einfach erreicht und damit weitere Interessenten überzeugt davon werden, euch und euren Services zu vertrauen.


    3 Strategien an die Hand: So wird euer Unternehmen transparent

    Viele Unternehmen setzen stark auf Strategien hin zur Markentransparenz, und das mit großem Erfolg. Wir zeigen euch 3 grundlegende und einfach umsetzbare Schritte, mit denen eure Marke Kund*innen und sogar potenzielle Mitarbeiter*innen genauso überzeugt.

     

    #1 Macht eure Preise transparent!

    Unfaire Preise oder nicht klar erkennbare Gebühren führen schnell zu Misstrauen und das Gefühl, getäuscht zu werden.

    Lege faire Preise fest und kommuniziere alle Kosten klar und deutlich schon auf der Unternehmenswebsite oder spätestens im Beratungsgespräch, sodass sie vor dem Kauf für die Kund*innen ersichtlich sind.

    Wie das in die Praxis umzusetzen ist, zeigen einige Unternehmen, indem sie die Preiszusammensetzung für ihre Kund*innen offenlegen. Produktion, Material, Personal, Lieferung: All das sind Faktoren, die ihr in eurem Business mit in den Preis einrechnen müsst – die aber für eure Kund*innen nicht einsehbar sind.

    Eine offene und ehrliche Kommunikation ist hier also ein erster Schritt Richtung starke Vertrauensbasis.

     

    #2 Erzählt eure Geschichte!

    Die „Über uns“ Seite ist zum Standard jeder Website geworden. Aber eure Firmengeschichte könnt ihr noch besser nutzen: als Storytelling Tool in Imagevideos, Social Ads oder bei Recruiting Maßnahmen.

    Was Storytelling für Potenziale birgt, zeigen wir euch hier.

    Transparenz bleibt das Steckenpferd: Zeigt eure Werte und wofür eure Marke steht. Warum ihr gerade diesen Service bietet, und keinen anderen. Und durch welche Idee euer Business überhaupt entstanden ist.

    Wichtig dabei: Ehrlichkeit wärt noch immer am längsten. Denn nur dann bleibt eure Marke für Kund*innen authentisch.

     

    #3 Fehler passieren, aber steht dazu!

    Missverständnisse, Fehllieferungen oder Projekte, die einfach nicht nach Plan laufen wollen – all das ist normal in jedem Unternehmen.

    Wichtig ist nur, wie ihr damit umgeht.

    Um Markentransparenz zu beweisen, bleibt ehrlich. Gesteht Fehler ein und gebt euren Kund*innen genaue Einblicke in die Prozesse, die nicht wie geplant gelaufen sind.

    So können zum Beispiel aufrichtige Entschuldigungen und die Frage nach Verbesserungsvorschlägen einiges bewirken und Kund*innen daran hindern, zur Konkurrenz zu wechseln.

    Im besten Fall könnt ihr damit negative Bewertungen umschiffen und euer authentisches Markenimage erhalten.


    Auf einen Blick

    Markentransparenz poliert also nicht nur euer Image, es schafft aufrichtiges Vertrauen und nachhaltige Treue von euren Kund*innen.

    Offene Kommunikation und Ehrlichkeit sind dabei das Herzstück.

    Und hebt euch und euer Business ab von der täglich wachsenden Konkurrenz.

     

  • Corporate Language

    Corporate Language

    Imagefoto einer Gruppe junger Menschen zum Thema Corporate Language

    In Zeiten des medialen Überangebotes, in denen Unternehmen mit auffälligen Designs, Postings und Produkten geradezu um die Aufmerksamkeit der Massen wetteifern, bleibt eines oft auf der Strecke: die Sprache. Dabei spielt gerade diese eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Firmenidentitäten. Hier geht es jedoch um mehr als den schmissigen Werbeslogan oder die Frage nach dem Gendern. Wir erklären euch, was sich hinter der Corporate Language verbirgt und wie ihr Sprache bewusst zu einer der Geheimwaffen eures Erfolges machen könnt.


    Was ist Corporate Language?

    Unter dem Begriff der Corporate Language (hier abgekürzt als CL), oft auch als Corporate Wording bezeichnet, versteht man die individuelle Sprache eines Unternehmens, mit der intern und extern kommuniziert wird. Die CL ist ein zentraler Bestandteil der Corporate Identity und sollte diese idealerweise sprachlich transportieren. Als Werkzeug der Unternehmenskommunikation spielt die CL eine tragende Rolle für die Außenwirkung sowie für die Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen. Die Bedeutung der Sprache betrifft also alle Stakeholder im Firmenkontext.

    Die CL umfasst viele verschiedene Aspekte, darunter Ansprache, Fachterminologie, Schreibweisen, Grammatik, Rechtschreibung, Textsorten etc. Der daraus hervorgehende firmenspezifische Sprachstil wirkt sich – ähnlich wie das visuelle Corporate Design – auf die Vermittlung der Markenidentität aus, nur eben auf verbaler Ebene.

    Typische Anwendungskontexte der CL sind zum Beispiel Pressemitteilungen, interne Ankündigungen, Social Media-Content, öffentliche Auftritte und Marketingmaßnahmen. Für die CL sind dabei alle sprachlichen Kommunikationsformen von Bedeutung, egal ob mündlich oder schriftlich.


    So macht ihr mit Sprache den entscheidenden Unterschied!

    Sprache ist in vielerlei Hinsicht ein mächtiges Instrument. Im unternehmerischen Kontext kann sie zum Beispiel bewusst eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit zu lenken und den Beziehungsaufbau zur Zielgruppe zu fördern. Bei gekonnter Verwendung vermitteln Unternehmen durch Sprache ihr Selbstverständnis, ihre Identität. Dadurch können Sympathie, Glaubwürdigkeit und Interesse geweckt werden. Gerade in Fällen, in denen noch kein Face-to-face-Gespräch zustande gekommen ist und der Kontakt zwischen Firma und Kunde auf der Nutzung digitaler Kommunikationsmedien beruht, kann Sprache zum entscheidenden Kriterium für oder gegen eine Zusammenarbeit werden. Zudem könnt ihr euch durch euren firmeneigenen Sprachstil ganz wunderbar von der Konkurrenz abgrenzen. Doch auch firmenintern entfaltet Sprache – oftmals unbemerkt und hintergründig – eine große Wirkung. So sorgt ein angenehmes „sprachliches Klima“ im Sinne freundlicher und respektvoller Kommunikation für mehr Wohlbefinden und Motivation bei Arbeit. Zielgerichtete Formulierungen und Anweisungen beeinflussen zudem die langfristige Effektivität und sorgen für ein klares Verständnis dessen, was im Arbeitskontext zu tun ist. Wir sehen: Sprache kann bewusst zur Erreichung wirtschaftlicher und unternehmensinterner Ziele eingesetzt werden. Wir zeigen euch, was dahintersteckt!


    Grundlegende Merkmale wirksamer CL

    Bevor wir uns die verschiedenen Aspekte anschauen, die bei der Gestaltung der CL von Bedeutung sind, wollen wir zunächst ein paar Grundcharakteristika aufstellen. Die drei Zauberwörter lauten hier: Durchgängigkeit, Individualität und Klarheit. Gemeint ist, dass ihr eure Unternehmenssprache einheitlich nutzen solltet und nicht wechselnd nach Lust und Laune. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, ob ihr eure Zielgruppe duzen oder siezen wollt, wie ihr gendert, welche Schreibweisen ihr nutzen und welche sprachliche Stilrichtung ihr einschlagen möchtet. Das bringt uns schon zum nächsten Punkt: Klarheit ist in den meisten Fällen ein eindeutiges Qualitätsmerkmal sprachlicher Kommunikation. Künstlich verschwurbelte Formulierungen und Schachtelsätze in Fachchinesisch wirken tendenziell eher abschreckend als überzeugend. Ein konsequent einheitlicher und klarer Sprachstil vermittelt nicht nur ein solides Selbstverständnis eurer Firma, sondern zeugt auch von Kompetenz und Bewusstsein. Ganz wichtig ist natürlich auch eine möglichst individuelle Sprache, denn durch sie könnt ihr eure Brand Personality bzw. Corporate Identity zum Ausdruck bringen, was nicht zuletzt zur Identifikation eurer Zielgruppe mit eurem Unternehmen führen kann. Betrachten wir einmal IKEA als Beispiel. Das schwedische Möbelhaus gibt sich stets nahbar und sympathisch, indem es seine (potenziellen) Kunden konsequent duzt und sich durch den schwedischen Akzent und die passenden Produktnamen einen enormen Wiedererkennungswert verschafft.


    Die Dimensionen und Wirkungsebenen der CL

    Habt ihr euch erstmal auf die Grundsätze verständigt, geht es an die Details. Unter all den nennenswerten Aspekten stellen wir euch hier drei ausgewählte Wirkungsebenen von CL vor, die es im Kontext konkreter Kommunikationsmaßnahmen zu beachten gilt: a) die Funktionsabsicht, b) die Medienabhängigkeit und c) den Zeitrahmen. Bei a) geht es zunächst darum, sich zu überlegen, welche Funktion ein Text oder eine Äußerung erfüllen soll. Handelt es sich um eine deskriptive Produktbeschreibung für euren Onlineshop oder möchtet ihr euren Kunden eine präskriptive (=vorschreibende) Gebrauchsanweisung zur Verfügung stellen? Geht es um das affirmative Erzählen von Produktgeschichten oder soll stattdessen eine Kaufaufforderung in Form eines Appels ausgesprochen werden? Die Beantwortung dieser Fragen hilft euch dabei, den Grad an Sachlichkeit oder Emotionalität in eurem Text zu bestimmen, denn dieser kann trotz unternehmenseigenem Sprachstil von Anlass zu Anlass variieren. Ebenso wichtig wie die sprachlich verfolgten Funktionen ist auch die Einpassung eurer kommunikativen Handlungen in den jeweiligen medialen Kontext. Eine Äußerung in der Instagram Story klingt in der Regel anders als eine begrüßende Ansprache in der Vorstandssitzung. Gleiches gilt für die inhaltliche Dichte der Informationen. So ist ein Produktkatalog sprachlich anders ausgestaltet als eine Headline in einem Google Ad. Je nachdem, wer angesprochen werden soll, und welches Medium ihr in diesem Moment heranzieht, sollte eure Sprache immer kontextgerecht Verwendung finden und den spezifischen Regeln des Mediums folgen. Der dritte Punkt, der zeitliche Rahmen, hat mit dem strategischen Hintergrund eurer sprachlichen Äußerungen zu tun. Geht es in der kommunikativen Äußerung um ein konkretes Event oder Angebot, das ihr bewerben wollt? Oder besteht das Ziel vielmehr im Aufbau eines langfristigen Images? Die Antwort hat direkte Auswirkungen auf eure Botschaft, Ansprache und Argumentwahl.


    Konzept ist alles! – Tipps und Tools für eure CL

    Für die Entwicklung eines funktionierenden CL-Konzeptes solltet ihr zunächst den Ist-Zustand eurer bisherigen Sprachnutzung analysieren. So fallen euch bestenfalls direkt Punkte auf, die schon gut waren und die ihr in Zukunft anders behandeln möchtet. Da eure CL auf eurer Corporate Identity basiert, bietet es sich zudem an, sich die zentralen Merkmale und Werte der eigenen Unternehmensidentität nochmal vor Augen zu führen, um diese bewusst in das neue Sprachkonzept einarbeiten zu können. Sind wir eher „jung und hip“ und kommunizieren mit lockeren und humorvollen Ansprachen? Oder ist die Tradition unser Fundament, das wir durch seriöse und fachgerechte Formulierungen zum Ausdruck bringen? Auf Grundlage solcher und weiterer Fragen lässt sich ein Styleguide erstellen, in dem ihr alle sprachlichen und stilistischen Vorgaben für die interne und externe Kommunikation festlegen könnt. Neben einer klaren Schreibanleitung könnt ihr dort auch ein paar Leitsätze und Beispiele zur Orientierung bereitstellen, die ein Gefühl für den jeweiligen Schreibanlass geben. Dieses Handbuch wird dann optimalerweise für die verschiedensten Äußerungsanlässe herangezogen, ob vom Texter, der Pressesprecherin oder dem Social Media-Praktikanten. Optimalerweise sollte auch für regelmäßige Trainingsmöglichkeiten gesorgt sein, zum Beispiel durch betriebsinterne Schreib-Workshops.

    Zusätzlich könnt ihr auch ein (bei Bedarf mehrsprachiges) Firmenwörterbuch heranziehen, das euren Texter*innen und Redakteur*innen dabei hilft, schnell die richtige Fach- und Firmenterminologie zu finden. Auch empfiehlt es sich, im Rahmen des CL-Konzeptes eine Liste mit sogenannten „Love-Words“ anzulegen. Das sind all die Wörter und Begriffe, die in Ihrem Unternehmenskontext besonders wichtig und wiederkehrend sind. Um eine solche Sammlung zusammenzustellen, könnt ihr im Team ein Brainstorming zu den Themen, Werten und Emotionen machen, die ihr mit eurem Unternehmen, euren Dienstleistungen und Produkten verbindet. Die zusammengetragenen Wörter dienen euch dann in Zukunft als Orientierung für alle möglichen sprachlichen Äußerungsanlässe. Wer sich nun fragt, ob es dadurch nicht zu störenden Wortwiederholungen kommt, hat zwar rein sprachlich gesehen recht, doch wissen wir auch, dass Wiederholung zu Festigung führt – ein Effekt, der gerade in Werbekontexten durchaus von Vorteil ist, um Wiedererkennung und Vertrauen zu schaffen.


    Auf einen Blick

    Die Sprache ist unser alltägliches Kommunikationsinstrument und wird in ihrer Wirkungsmacht dennoch oft unterschätzt. Diesen Fehler könnt ihr vermeiden, indem ihr euer Wissen um die Komponenten und Dimensionen von Sprache nutzt, um euer Unternehmen einmal grundlegend „sprachlich auf den Kopf zu stellen“. Das ist nicht nur überaus effektiv, sondern macht gemeinsam im Team auch noch jede Menge Spaß. Also, nur Mut und ran ans Sammeln, Formulieren und Konzipieren. Damit eure Sprache bald genauso individuell ist, wie euer Unternehmen selbst!

  • Full Service Agentur

    Full Service Agentur

    Full Service Agentur

    Voller Service unter einem Dach klingt doch besser als externe Teilleistungen von allen Seiten, oder? Genau darum geht es einer Full-Service-Agentur. Ganz egal, wie man es labelt – ob „Full Service“, „All Inclusive“ oder „Rundum-Paket“ – dahinter steckt eine tolle Idee, die nicht nur für Kunden profitabel ist. Wir erklären euch, was es damit auf sich hat und warum euch das definitiv mehr als einen Vorteil bringt!

    Was ist eine Full-Service-Agentur?

    Das Label „Full Service“ tragen Agenturen, die mit ihrem Angebot ein größtmögliches Leistungsspektrum abdecken. Mit den wachsenden Möglichkeiten des (Online-) Marketings müssen sich Agenturen auch immer wieder neuen Anforderungen und Herausforderungen stellen. Im Optimalfall kann der Kunde dann alle Leistungen von einem zentralen Ansprechpartner beziehen und so die Anzahl externer Beteiligter deutlich geringer halten. Unter diese Leistungen fallen beispielsweise klassische Print-Maßnahmen, digitales Marketing, Grafik- und Web-Design, Suchmaschinenoptimierung, Social Media Kampagnen, Corporate Branding und Design, Markenkommunikation, Fotografie, PR und noch vieles mehr. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind unter dem Dach einer Full-Service-Agentur Vertreter aller entsprechenden Fachrichtungen beheimatet, die immer wieder in neuer Zusammensetzung ein passendes Projektteam bilden.

    Auch Organisation und Beratung erfolgen hier aus einer Hand. So ist eine Full-Service-Agentur neben der Projektplanung und -vorbereitung auch für die praktische Umsetzung und nachträgliche Betreuung zuständig. Das Schöne daran ist, dass Agentur und Kunde das Projekt von vorne bis hinten – vom ersten Gespräch bis zur finalen Erfolgskontrolle – Hand in Hand realisieren können, ohne es ab einem gewissen Punkt an externe Partner weiterdelegieren zu müssen.

    Arbeitsansatz – Wie funktioniert Full-Service?

    Das Full-Service-Prinzip verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der es erforderlich macht, immer das große Ganze im Blick zu behalten. Am Anfang gilt es daher, zu schauen, was schon da ist und wie gut das funktioniert. Auf dieser Grundlage können dann gezielter strategische, konzeptionelle und praktische Ansätze für das jeweilige Projekt ausgearbeitet werden. Wichtige Entscheidungen betreffen dabei zum Beispiel die Zielgruppen, das Projektformat sowie die zu nutzenden Kanäle. Wenn all diese Rahmenbedingungen stehen, können die Zuständigkeiten verteilt und erste Umsetzungsschritte eingeleitet werden.

    Natürlich ist mit der Finalisierung des Projektes noch nicht alles getan. Wer auf lange Sicht Erfolg haben will, muss stets ein Auge auf die Reichweite und Wirkung der getroffenen Maßnahmen haben, um für kommende Projekte dazulernen zu können. Dabei helfen neben dem geschulten Blick auch spezielle Analysetools. So kann – wenn nötig – entsprechend reagiert und an der bestehenden Strategie gefeilt werden.

    Full Service Agentur

    Vorteile auf allen Seiten: Warum es sich lohnt, eine Full-Service-Agentur zu beauftragen… oder selbst eine zu sein

    Der Kundenvorteil liegt allein durch die Bezeichnung „Full Service“ auf der Hand. Dabei meint „Full“ nicht nur den umfassenden Service vom Erstgespräch zur Projektfinalisierung, sondern auch die Vielfalt der angebotenen Leistungen. Egal ob technisch oder kreativ, online, offline oder crossmedial, einmalige Einzelleistung oder umfassendes Langzeitprojekt auf mehreren Kanälen – eine Full-Service-Agentur macht ihrem Ruf in der Regel alle Ehre.

    Doch dieses Prinzip ist auch aus Agentursicht sehr praktisch, denn auf diese Weise hat man nicht nur die Chance, sich mehr Kunden und Aufträge an Land zu ziehen, sondern man minimiert auch die Absprache mit anderen Dienstleistern. So erfolgt die Kommunikation in der Regel beinahe vollständig hausintern und damit im besten Falle auch deutlich reibungsloser und transparenter. Darüber hinaus ist es für eine Agentur auch schön, einheitliche Gestaltungslinien auf verschiedenen Kanälen fahren zu können und noch mehr an der Stilentwicklung des Kunden mitzuwirken. Ein positiver Nebeneffekt dieser Arbeitsweise besteht zudem darin, dass die vielseitig aufgestellten Mitarbeiter*innen voneinander lernen können und ein ständiger Wissenstransfer stattfinden kann.

    Full Service Agentur

    Full Service Agentur

    Wie wir Full-Service umsetzen: Ein Praxisbeispiel

    Auch wir können uns mit Stolz als Full-Service-Agentur bezeichnen. Mittlerweile arbeiten wir längst nicht mehr nur mit klassischen Printformaten sondern haben unsere Fühler auch in die Welt von Social Media, Digital Marketing und Webdesign ausgestreckt. Als Beispiel, wie wir bei SILBERWEISS das Full-Service-Prinzip umsetzen, stellen wir euch eines unserer aktuellen Projekte vor.

    Passend zum Sitz unserer Agentur ist die Stadt Salzkotten einer unserer Kunden, für den wir in der Vergangenheit das Stadtlogo überarbeiten und ein Corporate Design Konzept mit passenden Printprodukten entwickeln durften. Aktuell arbeiten wir gemeinsam an einer Plakatkampagne zum Thema Optimismus und Zusammenhalt in Corona-Zeiten.

    Um eine Idee von den Vorstellungen unseres Kunden zu erhalten, haben wir uns erst einmal zusammengesetzt und den thematischen Rahmen der Kampagne abgesteckt. Worum soll es gehen und wen wollen wir erreichen? Wie könnte das Design aussehen? Was brauchen wir dafür? Mit diesen Infos ausgestattet ging es direkt an die Arbeit: Motivauswahl, typografische Entscheidungen, Farbgestaltung, Headlines, gestalterische Anpassung an verschiedene Formate und vieles mehr. Auch die Entwicklung eines Hashtags gehörte dazu, da die Plakate die Salzkottener Bürger*innen dazu ermutigen sollen, schöne Momente in ihrer Stadt in den sozialen Netzwerken zu teilen und die Print-Kampagne so auch in den Online-Bereich auszuweiten. So werden die User zu Mitgestalter*innen der Kampagne und können durch Hashtag-Nutzung für mehr Reichweite sorgen. Neben Social Media soll auch die Website der Stadt die Plakatkampagne aufgreifen und auf einer neuen Landingpage Postings zu Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen und lokalem Einzelhandel veröffentlichen. Die Kampagne nutzt also verschiedene Kanäle: Auf der einen Seite ganz klassisch die gedruckten Plakate, die bald die Straßen Salzkottens zieren werden, auf der anderen Seite aber auch den Onlineauftritt der Stadt und zu guter Letzt die Salzkottener Bürger*innen selbst.

    Da die Stadt Salzkotten „Absender“ der Kampagnenbotschaft ist und sich mithilfe der Plakate gezielt an die Bürger*innen richtet, leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Corporate Branding unseres Kunden.

    Zwar decken die wenigsten Projekte jedes Arbeitsfeld einer Agentur von hinten bis vorne ab, doch konnte man an diesem Beispiel gut sehen, wie die Bereiche offline und online, Organisation und Realisierung, Grafikdesign, Text und Layout in einem Projekt zusammenfließen – alles aus einer Hand und in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

    Auf einen Blick

    Wie wir sehen können, ist „Full Service“ viel mehr als nur ein wohlklingendes Anhängsel. Auch wenn man auf den ersten Blick vielleicht nur den Kundenvorteil sieht, ist dieses Prinzip auch für Agenturen sehr profitabel. Natürlich geht mit so einem breiten Service-Angebot auch jede Menge Arbeit einher, doch erspart man sich dadurch insgesamt den ein oder anderen zeitaufwändigen Schlenker. Der Schritt zur „Full-Service-Agentur“ funktioniert jedoch nicht von heute auf morgen. Wie immer heißt es: Langsam herantasten! So könnt ihr eure Kunden und Mitarbeiter Stück für Stück mit ins Boot holen, um eure Arbeit auf Dauer noch zukunftsfähiger zu machen.

  • Gender und Sprache

    Gender und Sprache

    Unternehmerin, Unternehmer oder Unternehmensleitung – welche Auswirkungen hat das neue offizielle dritte Geschlecht auf den Firmenalltag?

    Neues Jahr. Neue Regeln. Ab dem 1. Januar 2019 gibt es in Deutschland offiziell das dritte Geschlecht: „divers“ ergänzt die Kategorien von „männlich“ und „weiblich“. Das macht sich auch in der Sprache bemerkbar. Die Gendersprache ist 2019 Thema. Als erste Städte bemühen sich Augsburg und Hannover um genderneutrale Formulierungen.

    Auch für Unternehmen lohnt sich ein Blick auf die Sprache in der Unternehmenskultur. Das Betonen der Vielfalt in einem Unternehmen ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts gegenüber den eigenen Beschäftigten. Oder auch der Kundschaft, wenn Werbemittel wie Flyer, Broschüren, Geschäftspost und Internetseiten geschlechtsneutrale Formulierungen verwenden und sich so niemand mehr ausgeschlossen fühlt.

    Inhaltsverzeichnis

    // Muss ich mir als Firma Gedanken machen?
    // Ändern sich Berufsbezeichnungen?
    // Was ist mit Formulierungen, die zu manchen Berufsbildern gehören?
    // Wie rede ich Kunden in der Geschäftspost korrekt an?
    // Gehört der Genderstern auf die eigenen Internetseiten?

    Muss ich mir als Firma Gedanken machen?

    Grundsätzlich ja. Zum Beispiel bei Stellenanzeigen. Die Berufsbezeichnung plus (m/w) reicht nicht mehr aus. Weder rechtlich noch sprachlich gibt es hier schon eine eindeutige Regelung. Logisch wäre die Ergänzung um ein d für divers: (m/w/d). Manche Firmen setzen in ihren Stellenanzeigen auch auf das x und suchen (m/w/x). Wer das neue dritte Geschlecht im sensiblen Bereich des Bewerbungsmanagements ignoriert, riskiert Klagen.

    Auch in der eigenen Unternehmenskultur gibt es genug Möglichkeiten für eine geschlechtsneutrale Sprache:

    Mitarbeiter: Fachkraft oder Personal
    Mitarbeitergespräch: Dienstbesprechung
    Mitarbeiterführung: Personalmanagement
    Chef: Leitungsperson
    Abteilungsleitertreffen: Treffen der Abteilungsleitungen
    Aktionärsversammlung: Versammlung von Personen mit Aktienbesitz

    Der Lehrling: Lehrlinge wurden bereits durch Auszubildende ersetzt. Generell regen Wörter mit „ling“ am Ende zur Diskussion an: Gegner der Endung argumentieren mit der fehlenden Form für weiblich und divers und der Verniedlichung.  Das Wort „Flüchtlinge“ könnte im täglichen Sprachgebrauch durch „Geflüchtete“ ersetzt werden. Aber was ist mit „Säugling“, „Häuptling“ „Zwilling“ oder „Schmetterling“? Das Beispiel zeigt, das gerade im dynamischen System der Sprache keine Standardlösungen praktikabel sind. Vielmehr kommt es auf einzelne Entscheidungen in einem konkreten Kontext an.

    Ändern sich Berufsbezeichnungen?

    Sprache entwickelt sich stetig weiter. Auch vor dem neuen Gesetz haben sich Berufsbezeichnungen gewandelt. So wurde schon längst aus der Kindergärtnerin der Erzieher oder die Erzieherin. Und in Zukunft werden wir bestimmt von der pädagogischen Fachkraft sprechen. Bleibt abzuwarten, ob und wie sich geschlechtsunabhängige Formulierungen im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen.

    5 Berufe in der Gendersprache:

    Krankenschwester: Pflegefachkraft
    Kellner: Servicekraft oder Bedienung
    Busfahrer: Busführung bzw. busführende Person
    Designer: Designschaffende
    Informatiker: auf den IT-Bereich spezialisierte Person

    Was ist mit Formulierungen, die zu manchen Berufsbildern gehören?

    Vielleicht bezahlen Sie bald nicht mehr „Anwaltskosten“, sondern „Kosten für die Rechtsvertretung“. Der populäre Rat „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ könnte in „Holen Sie sich ärztlichen oder pharmazeutischen Rat“ umgewandelt werden. Auch die „Beamtenlaufbahn“ wandelt sich zum „Werdegang im öffentlichen Dienst“. Aus der Zahnarztpraxis wird die Praxis für Zahnheilkunde oder die Kinderarztpraxis  wird zur Praxis für Kinderheilkunde. Und Sie vereinbaren keinen „Arzttermin“ mehr, sondern einen „Behandlungstermin“. Aus dem Besuch beim Augenoptiker wird das Betreten des Optikfachgeschäfts.

    Wie rede ich Kunden und Geschäftspartner in der Geschäftspost korrekt an?

    Im Prinzip ist die Grußformel „Sehr geehrte Damen und Herren“ nicht länger zulässig.  Empfehlenswert ist immer die persönliche Anrede mit Namen. Oder geschlechtsneutrale Formulierungen, die sich direkt auf  die Zielgruppe beziehen:

    + Sehr geehrte Fach- und Führungskräfte

    + Sehr geehrte Teamleitung

    + Sehr geehrte Beschäftigte

    Gehört der Genderstern auf die eigenen Internetseiten?

    Es besteht die Möglichkeit mithilfe des Gendersterns zwischen der männlichen und weiblichen Form alle Identitäten miteinzubeziehen: die Unternehmer*innenkonferenz. Der Genderstern  bzw. der Unterstrich gehören nicht zur offiziellen Sprachregelung. Das hat der Rat der deutschen Rechtschreibung entschieden. Aktuell befindet sich der Genderstern in einer Beobachtungsphase.

    Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf die eigenen Internetseiten.

    Kundenwünsche: Wünsche der Kundschaft
    Expertenwissen: Fachwissen
    klientenorientiert: orientiert am Bedarf der ratsuchenden Person
    Ansprechpartner: Kontakt
    Generalist: Multitalent
    Geschäftspartner: geschäftliche Verbindung
    Teilnehmergebühr: Teilnahmegebühr
    Vertreter: vertreten durch

    Auf der Suche nach dem passenden Wort: das Genderwörterbuch schenkt frische Inspirationen.

  • Logo-Design

    Logo-Design

    Am Anfang steht die Idee. Aus der Idee entwickelt sich ein Geschäftsmodell. Für die meisten Gründer ist die Auseinandersetzung mit dem Logo-Design ein spannender Prozess.
    Befassen Sie sich nicht mit dem Thema Logo und Design bevor Sie die zentralen Fragen geklärt haben.

    Inhaltsverzeichnis

    // Was bedeutet Logo-Design?

    // Was bewirkt Logo-Design?

    // Wo liegt die Abgrenzung zum Corporate-Design?

    // Welche Logotypen gibt es?

    // Ist Logo-Design eine Frage des persönlichen Geschmacks?

    // Warum die Zielgruppe für das Logo Design ausschlaggebend ist.

    // Welche Rolle spielen Unternehmenswerte für das Logo-Design?

    // Lohnt sich ein Blick auf die visuellen Gepflogenheiten der Branche?

    // Ein Logo für immer? Oder ist Logo-Design ein fortlaufender Prozess?

    Was bedeutet Logo-Design?

    Ein Logo ist kein willkürliches Zufallselement, sondern Ergebnis strategischer Überlegungen. Im Idealfall kommuniziert ein Logo die DNA bzw. den Markenkern eines Unternehmens oder einer Veranstaltung. Immer mehr Unternehmen setzen auch auf die Strahlkraft von Jubiläumslogos. Logo-Design bedeutet sich im Vorfeld Gedanken zum machen.

    Beispiele rein:  50 Jahre Le Mans, Jubiläumslogo Woelke IT, Jubiläumslogo ADU

    50 Jahre Le Mans und Paderborn – Logo

    25 Jahre ADU Paderborn – Jubiläumslogo

    25 Jahre woelke it – Jubiläumslogo

    Was bewirkt Logo-Design?

    Logo-Design verankert eine Marke im Gedächtnis der Zielgruppe und steht bei großen Unternehmen für sich. Wie zum Beispiel der springende Puma oder der angebissene Apfel. Auch ohne Unternehmensname weckt das Logo gleich Assoziationen in der Vorstellungswelt des Rezipienten.

    Beispiel – Hoher Dom zu Paderborn

    Das Logo zum Hohen Dom zu Paderborn spiegelt in der Farbwelt und in der grafischen Darstellung zentrale Elemente des katholischen Glaubens und der sakralen Architektur wider.

    Hoher Dom zu Paderborn – Logo

    Wo liegt die Abgrenzung zum Corporate-Design?

    Das Logo ist ein zentraler Bestandteil des Corporate-Designs. Das Corporate-Design bezieht sich auf das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens. Dazu gehören alle Faktoren wie Internetseiten, Visitenkarten, Fahrzeugbeklebung, Verpackungen,  usw.

    Welche Logotypen gibt es?

    Im Logo-Design gibt es viele Facetten und Varianten. In unserer Aufzählung sind die populärsten Typen vertreten.

    Logo-Design mit abstrakten Elementen

    Viele Unternehmen arbeiten mit geometrischen Formen in ihrem Logo. Abstrakte Elemente bilden einen visuellen Gedächtnisanker, weil Menschen in Bildern denken. Bekannte Beispiele sind das blaue Quadrat der Deutschen Bank oder die drei Streifen von Adidas.

    Logo PbS

    Das Logo der PbS plus Consulting GmbH ist eine Sonderform des Logos mit abstrakten Elementen, weil das Pluszeichen sich auf den Namen bezieht.

    PBS Pekala & Partner – Logo

    Die Zeichenmarke

    Wie die Wortmarke setzen auch Zeichenmarken auf eine aussagekräftige Typografie.

    Zeichenmarken bestehen aus oft aus den Initialen der Unternehmensgründer. Ein berühmtes Beispiel sind die zwei ineinander geschlungenen Cs von Coco Chanel.

    Beispiel BeccaLoreen

    BeccaLoreen Beauty & Bride ist das Paderborner Fachgeschäft für Brautkleider und Abendmode. Aus dem B und L haben wir eine Zeichenmarke kreiert. Das B verweist durch die Herzform auf das ultimative Hochzeitsymbol: Das Herz für die Liebe.

    BeccaLoreen – Logo

    Die Wortmarke

    Die Wortmarke gehört zu den populären Logotypen für Unternehmen mit einer langen Geschichte. Wie der Name impliziert, steht dabei ein Wort, meist der Name des Unternehmens für sich. Wie zum „Coca-Cola“ oder „Miele“. Elemente wie Farbe und Schrift sind so populär, das selbst der Name ausgetauscht werden kann ohne das der Wiedererkennungswert verloren geht. So geschehen als „Coca-Cola“ auf den Flaschen den Namen durch Vornamen und Urlaubsländer in der charakteristischen Hausschrift ersetzte. Essenziell für Zeichenmarken ist eine sorgfältig Typografie und der Abstand zwischen den Buchstaben.

    Maskottchen

    Maskottchen sind Key-Visuals, also ein Schüsselbild für ein Unternehmen oder eine Kampagne eines Unternehmens. Bekannt sind Maskottchen aus dem Sport, wie zum  Teufel Luzi Fair der Paderborn Baskets.

    Die Bildmarke

    Der angebissene Apfel ist die Bildmarke, die zurzeit wohl die höchste Strahlkraft besitzt. Die Menschen denken nicht an Obst, sondern an innovative Produkte, wenn ihnen der Apfel begegnet. Die Bildmarke ist ein eigenständiges Symbol für ein Unternehmen wie die Shell-Muschel oder der Mercedes-Stern. Die Logos stehen für sich selbst und benötigen keine erklärenden Worte

    Beispiel Amadeus & Luisa

    Theaterpädagogin Luisa Roensch bietet mit ihrer Klappmaulpuppe Amadeus Workshops im Figurenspiel für Lehrer, Erzieher und Interessierte an. Einen hohen Wiedererkennungswert besitzt die Grafik der Puppe Amadeus. Auch ohne Erklärung erkennt der Rezipient, das es sich bei der Abbildung um eine Puppe handelt.

    Amadeus & Luisa – Logo

    Die Wortbildmarke

    Die Wortbildmarke verbindet beide Logoarten miteinander. Insbesondere viele mittelständische Unternehmen nutzen die Wortbildmarke für ihr Logo-Design. Die Kombination aus Name, Claim und einem visuellen Symbol ist eine Grundlage für einen hohen Wiedererkennungswert.

    Beispiel Garage 33

    Das Logo Garage 33 erklärt mit dem Zusatz „Freiraum für Gründer und Unternehmer“ das Wesen der Garage 33 als Co-Working-Space mit Mehrwert.

    garage33 – Logo

    Ist Logo-Design eine Frage des persönlichen Geschmacks?

    Nein, Logo-Design hat im Prinzip nichts mit dem persönlichen Geschmack zu tun. Schließlich soll das Logo die Zielgruppe ansprechen und erreichen. Symbole und Farben sind im kollektiven Gedächtnis unter bestimmten Gesichtspunkten abgespeichert. Eine runde Form symbolisiert zum Beispiel einen Kreislauf, die Farbe Rot besitzt eine starke Signalwirkung usw. Logo Designer visualisieren Vorstellungen und Wünsche, die ein Logo ausdrücken soll.

    Warum die Zielgruppe für das Logo-Design ausschlaggebend ist.

    Das Logo ist oft der erste visuelle Kontakt und vermittelt einen ersten Eindruck. Dieser wird nicht auf der Verstandesebene, sondern eher auf der Gefühlsebene wahrgenommen. Deswegen spielen Farben und Formen beim Logo-Design so eine große Rolle. Die Zielgruppe nimmt das Logo im Alltag wahr. Zum Beispiel beim Shopping die Modelabels, im Supermarkt  buhlen Verpackungen um Aufmerksamkeit oder  beim Surfen im Internet.

    Welche Rolle spielen Unternehmenswerte für das Logo Design?

    Im Idealfall visualisiert das Logo die Werte eines Unternehmens. Zum Beispiel transportieren Farben bestimmte Ausssagen. Grün steht zum Beispiel für Nachhaltigkeit. Das Logo ist die DNA eines Unternehmens und schenkt Orientierung. Es schafft eine Identität, weil sich ein Unternehmen unter einem Logo sammelt und ist für die Führungsetage, Kollegen, Mitarbeitern und Kunden der kleinste gemeinsame Nenner.

    Beispiel – Jubiläumslogo A.V.E

    Das Jubiläumslogo in grün steht für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Grüne Icons illustrieren die verschiedenen Leistungsbereiche des A.V.E.

    A.V.E – Jubiläumslogo

    Lohnt sich ein Blick auf die visuellen Gepflogenheiten der Branche?

    Ein Blick auf den Wettbewerb ist immer lehrreich. Gibt es typische Elemente oder Farben, die im Logo-Design der jeweiligen Branche immer wieder auftauchen? Ein Beispiel ist das „Blitzeblank-Sternchen“ für die Reinigungsbranche und die Primärfarben Rot, Blau und Gelb für das Malerhandwerk. Solche Standards können im Logo-Design adaptiert oder durchbrochen werden, um es auf den ersten Blick von den Marktbegleitern abzuheben.

    Ein Logo für immer? Oder ist Logo-Design ein fortlaufender Prozess?

    Logo-Design ist ein fortwährender Prozess. Insbesondere große Unternehmen lassen Ihr Logo stets an aktuelle Sehgewohnheiten anpassen ohne den Wiedererkennungswert zu verlieren. Tipp: Beim Nachbestellen von Visitenkarten oder Briefpapier immer einen kritischen Blick auf das eigene Logo werfen. Wirkt das Logo „etwas in die Jahre“ gekommen hilft eine „Frischzellenkur“ beim Logo Designer.

  • Kopfkribbeln oder nicht?

    Kopfkribbeln oder nicht?

    Seit Jahren erobern sie YouTube: Videos ohne nennenswerte Dramaturgie. Lediglich Geräusche stehen im Vordergrund. Ob Wunderkerzen, Haare bürsten oder das Öffnen von Keksen oder sanftes Flüstern. Manche Alltagstöne besitzen eine weite Dimension: zu beruhigen. 

    In den USA ist das Phänomen unter dem sperrig klingenden Ausdruck Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) – „Selbstauslösende Sinneshöhepunkte“ bekannt.

    Die Geräuschpalette ist riesengroß und löst unterschiedliche Reaktionen aus: Entweder Gefühl pur oder rein gar nichts. Viele Menschen empfinden ein wohliges Gefühl, das als Kopfkribbeln beschrieben wird. Gerade Knistern und Rascheln scheinen besonders angenehm für ASMR-Empfängliche zu sein. Viele nutzen ASMR Videos als Hilfe zum Einschlafen. Andere empfinden nicht das Geringste.

    Kein wissenschaftlicher Beweis

     Kurios: eine wissenschaftliche Erklärung zu ASMR fehlt bislang. Das Kopfkribbeln ist vielleicht der Beweis dafür, wie unerforscht unser Gehirn, das ultimative Wunderwerkzeug, noch ist. Dabei ist ASMR nicht neu. Ein Vorläufer ist das berühmte Kaminfeuer im Fernsehen. Auch die Baumarktkette Hornbach arbeitet mit ASMR-Videos

    ASMR werblich nutzen – SILBERWEISS entwickelt Konzepte

    Für ASMR Fans und mittelständische Unternehmen entwickeln wir Ideen und Konzepte, um ASMR erfolgreich in die Werbestrategie miteinzubeziehen. Dabei geht es nicht um offensichtlich platzierte Werbebotschaften, sondern um indirekte Werbung.

    YouTube

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  • Behütet und bedacht

    Behütet und bedacht

    1.000 Jahre Bartholomäuskapelle. 950 Jahre Imad-Dom zu Paderborn. Wir wurden vom Erzbistum Paderborn beauftragt, eine kommunikative Leitidee für diese beiden Jubiläen zu entwickeln. Im Juli 2017 wurde die Kampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.

    In Zusammenarbeit mit dem Erzbistum haben wir beide Jubiläen unter dem Leitwort „behütet und bedacht“ zusammengefasst. Zum einen sind die konkreten Räume gemeint, die Schutz und Obdach gewähren. Zum anderen geht es um die geistliche Dimension. Um die Sehnsucht nach Schutz und Segen, auch für Menschen, die der Kirche nicht nahestehen. Dompropst Monsignore Joachim Göbel: „Es soll auch zeigen: Gott denkt an mich, wir sind von ihm bedacht.“

     

    Werbekampagne Bartholomäuskapelle

    Mit Bedacht sind auch wir weiter zu Werke gegangen. Die Herausforderung: Ein Leitwort. Ein Festjahr. Aber zwei unterschiedliche Gebäude. Zwei unterschiedliche Jubiläen. Die Lösung: Die Kreation zweier Logos mit verbindenden Elementen. Bei beiden Logos steht die Jubiläumszahl im Vordergrund. Der Name und die charakteristische Silhouette der jeweiligen Kirche bieten sofortige Orientierung. Der Rezipient weiß auf den ersten Blick, worum es geht und um welche Gebäude es sich handelt.

    Die Farbkonzepte in Violett für die Bartholomäuskapelle und das Purpur für den Imad-Dom wirken festlich und harmonieren miteinander. Kleines I-Tüpfelchen: Bei der farbigen Version der Logos ist das Kreuz der Kirche in der Farbe der jeweiligen anderen gesetzt. Um die inhaltliche Verbindung zu symbolisieren.

    Das Metropolitankapitel hat ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm geplant, das die beiden für das Erzbistum und die Stadt Paderborn bedeutsamen Gotteshäuser wissenschaftlich, kulturell und spirituell in den Fokus rückt. Alle Infos gibt´s auf den von uns grafisch gestalteten Webseiten, auf denen die Besucher bequem zwischen den beiden Jubiläen hin und her „switchen“ können.

    Zur Webseite behuetetundbedacht.de 

  • Das Geheimnis eines guten Logos

    Das Geheimnis eines guten Logos

    Das Unternehmenslogo begleitet eine Firma von der ersten Stunde an. Über Jahre. Über Jahrzehnte. Das Geheimnis erfolgreicher Logos, die anscheinend nie aus der Mode kommen, ist recht simpel: stetige Anpassung an aktuelle Sehgewohnheiten. Minimale Veränderungen und Optimierungen, die erst gar nicht ins Gewicht fallen. Aber dennoch für eine gewisse Aktualität sorgen. Weil sie im Trend liegen und den Zeitgeist widerspiegeln. 

    Dabei werden Wiedererkennungsmerkmale und die optische Kernaussage selbstverständlich beibehalten. Die Anpassung erfolgt immer in kleinen Schritten mit verblüffender Wirkung: Das Logo wirkt frischer und moderner. 

    Generell gehört die Entwicklung und Betreuung von Corporate Designs als Werbeagentur zu unseren täglichen Aufgaben. Wir verbinden Kreativität mit Alltagstauglichkeit. Unsere Designs besitzen Wiedererkennungswert, sind leicht verständlich und gut lesbar. Gerade in Ostwestfalen-Lippe (OWL) sind viele inhabergeführte mittelständische Unternehmen zuhause, die viel Wert auf Liebe zum Detail legen. Schließlich soll das Corporate Design die Wertigkeit der eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen widerspiegeln. 

    Dabei ist das Corporate Design der rote Faden in der Darstellung eines Unternehmens. Für eine optimale Umsetzung gibt es zu von uns entwickelten Corporate Designs immer kleine Gebrauchsanweisungen in Form von Corporate Design Manuals, in denen alle relevanten Informationen, sowie das Farb- und Schriftkonzept enthalten sind. 

    Auf unseren Internetseiten präsentieren wir eine kleine Auswahl an von uns erstellten Corporate Designs.

  • Kreativität und Zeit

    Kreativität und Zeit

    Die Beschreibung der Relativitätstheorie füllt ganze Regalmeter. Auf den Punkt gebrach, lautet sie E = mc2 . Schon Dichterfürst Goethe schrieb in Zeitnot längere Briefe und brauchte für kurze wesentlich mehr Zeit.

    Ein scheinbares Paradoxon. Und täglich Brot von allen geistig Arbeitenden. Ideen und Gedanken verdichtet auf den Punkt zu bringen, kostet Zeit. Die ganzen Prozesse des Recherchierens, Überlegens und Nachdenkens bleiben verborgen. Wie bei Albert Einstein, der Berechnungen über Berechnungen anstelle, um all sein Wissen und seine Gedanken in der berühmten Formel E = mc2 zu bündeln.

    Das ist das Geheimnis guter Kommunikation: prägnant, einfach, nachvollziehbar. Ob Imagebroschüre, Präsentation oder Internetauftritt. Sinnlose Zutexterei vermeiden. Weniger ist immer mehr. Folgendes Experiment sorgt für verblüffte Gesichter. Besprechungen, die im Stehen abgehalten werden, sind in der Regel schneller und effizienter. Der Grund: Konzentration fördert die Verdichtung der Inhalte. Unnötiges Geplauder entfällt, weil Stehen nicht so angenehm wie Sitzen empfunden wird.